Hikaru Japan Service

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Newsletter 01/2011
Präsentationen in Japan

In meinen Veranstaltungen werden hierzu häufig Fragen gestellt: "Warum sind die Teilnehmer von Präsentationen so passiv?" "Warum verhalten sich Japaner so unhöflich und tuscheln oder schlafen sogar während einer Präsentation?" Auf den angefügten Seiten finden Sie Antworten.

Interessante Themen, das aktuelle japanische Geschehen betreffend, sind folgende:

Wirtschaft: Es ist üblich, dass Firmen im Zuge des Jahreswechsels größere Geldsummen an die lokalen Tempel spenden, sich dafür in einer persönlichen Zeremonie segnen lassen und Glücksbotschaften für kleine Firmenschreine erhalten. Zum Jahreswechsel 2011, ein Jahr des Hasen, pilgerten die Tokioter Geschäftsleute besonders zahlreich zu einem Tempel, der einen Glücksgott beherbergt, um dort für gute Geschäfte zu beten.

Auch die spirituelle Glückssymbolik der chinesischen Tierzeichen wird gerne bemüht: Im Januar besuchte der Minister für Finanzdienstleistungen den Handelssaal und sagte, dass sich die Börse den Hasen zum Vorbild nehmen solle: "Das ist das Jahr, in dem wir einen Sprung nach vorne machen… Lasst uns weiter und weiter springen."

Innovationen: Japan hat Boden verloren gegenüber der Konkurrenz aus Korea, China und Indien. Die japanische Industrie versucht nun, mit neuen Innovationen zu antworten. Das Gebot der Stunde heißt "Lokalisierung", z.B. gibt es seit November 2010 ein "Power-TV" von Toshiba, das über einen wiederaufladbaren Akku verfügt, der das Gerät bei den in Indien häufig vorkommenden Stromausfällen mit bis zu zwei Stunden Energie versorgt. Auch der Kompaktwagen "Etios" von Toyota, der seit 27.12.2010 in Bangalore vom Band läuft, ist speziell an den indischen Markt angepasst: Neben einer kleinen Ablagefläche für den Elefantengott Ganesh verfügt der Wagen über ein Bodenblech, das die Leitungen des Unterbodens vor den schlechten indischen Straßen schützen soll sowie über eine hintere Sitzbank, auf der drei Personen ausgeformte Sitzplätze vorfinden, da in Indien ein Auto gerne voll ausgelastet wird.

Kultur: Hayao Miyazaki, einer der großen Brückenbauer zwischen westlicher Erzähltradition und fernöstlicher Bildsprache wurde am 5.1.2011 70 Jahre alt. Seine immer noch von Hand gefertigten Animefilme wie "Chihiros Reise ins Zauberland" oder "Prinzessin Mononoke" haben dafür gesorgt, dass die japanischen Animefilme und Mangas Einzug in die westlichen Kulturen halten konnten. Miyazakis Geschichten begeistern jenseits vom kulturellen Hintergrund weltweit Menschen jeglichen Alters.

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Newsletter 02/2010
Kommunikation

Wer sich mit Japan auseinandersetzt, erfährt schnell, dass Japaner durchschnittlich wesentlich konfliktärmer und indirekter kommunizieren als wir Deutsche. Leider sind diese Beobachtungen zu kurz gegriffen und es werden in meinen Veranstaltungen zahlreiche Fälle berichtet, denen Kommunikationsprobleme zugrunde liegen. Bitte lesen Sie auf der angefügten Seite einige Anmerkungen hierzu.

Interessante Themen, das aktuelle japanische Geschehen betreffend, sind folgende:

Gesellschaft: Japaner sind Meister der Visualisierung und sie lieben Manga. Es gibt Wirtschaftslexika, Managerfortsetzungsgeschichten und sogar die Bibel im Mangaformat und die Manga haben einen Siegeszug in die ganze Welt angetreten. Seit kurzem ist im Internet eine "Manga no shinbun" (Mangazeitung) auf dem Markt, die alle tagesaktuellen Themen als Comic schildert. Aktuelle Themen sind z.B. die eingeschlossenen chilenischen Bergarbeiter, der zur Zeit sehr starke Yen oder der neue, aus Italien stammende Bundestrainer der japanischen Fußballnationalmannschaft. Ab Oktober soll die Zeitung auch auf Englisch erscheinen. Hier können Sie die Internetzeitung finden: http://newsmanga.com/headline/

Politik: Ein Vorfall, der bereits politische Ausmaße angenommen hat, ist das vermehrte Verschwinden alter Menschen, dem die Behörden bisher wenig Beachtung geschenkt haben. Seit Jahrzehnten werden die Japaner als das älteste Volk der Welt gelistet, aber nun hat sich herausgestellt, dass zahlreiche über 100jährige nur noch als Karteikarten existieren und ihr wahrer Aufenthaltsort entweder von den Angehörigen als unbekannt angegeben wird oder sogar bereits einige sterbliche Überreste der Vermissten in den Wohnungen gefunden wurden. Zum Teil ist dieses Problem auch durch die Behörden begünstigt: in Osaka fand sich in den Melderegistern beispielsweise ein Mann, der 1857 geboren wurde. Warum viele Familien den Tod oder das Verschwinden ihrer Alten nicht melden ist nicht immer klar, aber zum Teil werden die staatlichen Renten einfach weiter eingestrichen.

Wirtschaft: Deutschland und Japan haben ähnliche demografische Probleme: Hier wie dort altert die Gesellschaft rasant schnell. Die japanische Wirtschaft hat die wachsende Zielgruppe längst im Visier, sie bezeichnet den Markt der Senioren als "Silbermarkt". Deutsche Unternehmen schrecken oft vor den vermeintlich hohen Entwicklungskosten zurück, da die tatsächlichen Bedürfnisse der Zielgruppe wenig bekannt sind. Dies ist oft zu kurz gedacht, denn viele der Produkte sind generationenübergreifend. Fujitsu hat beispielsweise ein einfach zu bedienendes "Rakuraku Phone" ( Telefon ohne Probleme), das auch von vielen jüngeren Nutzern gekauft wird.

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Newsletter 01/2010
Arbeit

In meinen Seminaren werden häufig Fragen gestellt: "Ist das japanische Arbeiten effektiv?" "Wie kann es sein, dass Mails nach japanischer Zeit spät nachts beantwortet werden?" Auf der angefügten Seite finden Sie einige Antworten.

Interessante Themen, das aktuelle japanische Geschehen betreffend, sind folgende:

Politik: Die Popularitätsumfragen der DPJ, die vor fünf Monaten die fast 50jährige Regierungszeit der LDP beendet hat, werden stetig schlechter. Politische Beobachter sind jedoch der Meinung, dass dies ein Zeichen für einen erfolgreichen Start der DPJ ist, da diese angetreten ist, viele Veränderungen durchzusetzen und nun auch zu unpopulären Maßnahmen greifen muss. Insgesamt hat die Regierung nach einer Bestandsaufnahme der Zeitung «Mainichi» in den ersten 100 Tagen 7 ihrer 178 Wahlversprechen umgesetzt, beispielsweise die Erhöhung des Kindergeldes. Sie hat mit der Umsetzung von 60 Prozent der Versprechen begonnen.

Gesellschaft: Ausländische Besucher beklagen oft die drangvolle Enge der Nahverkehrs- züge in Tokio und jeder hat schon mal von den Pushern gehört, die Fahrgäste in die Bahn drücken. Interessanterweise empfinden Japaner andere Dinge als stark störend, wie nun eine Umfrage der Privatbahnen ergab. Vor allem Lärmbelästigungen wie " Laute Konversation" "Musik aus Kopfhörern" und "Klingeltöne von Handys" finden sich auf den vorderen Plätzen. Erst auf Platz fünf wird das "Drängeln beim Aus- und Einsteigen" negativ bewertet. Auch "Schminken" und "Kinderwagen in vollbesetzten Zügen" sind nicht gerne gesehen. Aus diesem Grund sollte man als Besucher vermeiden, in den Hauptverkehrs-zeiten mit sperrigem Fluggepäck die Pendlerzüge zu benutzen. Am bequemsten ist es, sich das Gepäck statt dessen liefern zu lassen.

Toyota: Toyota erlebt zur Zeit die schwerste Krise der Firmengeschichte. An den Börsen ist der Wert von Toyota um schwindelerregende 15 Milliarden Euro gesunken. "Wir bedauern sehr, dass wir unsere Kunden verschreckt haben..bitte glauben Sie uns" Akio Toyodas Erklärung wird in den deutschen Medien gerne als Entschuldigung bezeichnet, ist aber ein Ausdruck des Bedauerns und der tiefen Betroffenheit. Dieser Unterschied spielt eine sehr gewichtige Rolle bei der Beurteilung solcher Äußerungen vor internationalen Gerichten. Auch deutsche Unternehmen sollten in Japan in Krisensituationen so schnell wie möglich ihrem Bedauern Ausdruck geben. Toyota hat überraschend lange damit gewartet und wird auch in Japan für das zögerliche Krisenmanagement scharf kritisiert.

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Newsletter 02/09
Frauen im japanischen Berufsleben

In meinen Seminaren werden hierzu häufig Fragen gestellt: "Wie verhalte ich mich als Mann gegenüber japanischen Kolleginnen?" "Worauf muss ich als Frau im japanischen Umfeld achten?" Auf den angefügten Seiten finden Sie einige Antworten.

Interessante Themen, das aktuelle japanische Geschehen betreffend, sind folgende:

Politik: Am 30.8.2009 ging in Japan eine politische Ära vorläufig zu Ende. Die LDP verlor nach 50jähriger, fast durchgängiger Regierungszeit die Unterhauswahlen. Die neue Regierungspartei DPJ gilt im politischen Spektrum als Mitte-Links-Partei und vertritt liberalere Positionen als die LDP. Die DPJ hat den Wählern bessere soziale Absicherungen versprochen. Allerdings ist unklar, wie der zukünftige Premierminister Hatoyama diese Versprechen angesichts der schlechten japanischen Haushaltslage finanzieren will. Bereits Mitte nächsten Jahres stehen die Oberhauswahlen an und die DPJ wird deshalb schnell Erfolge erzielen müssen.

Gesellschaft: "Wir müssen eine Gesellschaft schaffen, in der die Menschen nicht gezwungen sind, so lange zu arbeiten" liest man auf der Internetseite der DPJ. Hintergrund ist, dass Japaner einer Statistik zufolge nur 48% ihres Jahresurlaubs nehmen. Würden sie ihn ganz nehmen, so kämen schätzungsweise 11,8 Billionen Yen in den Wirtschaftskreislauf. Die öffentliche Diskussion geht so weit, dass ein anerkannter Volkswirt ein Gesetz zum Nehmen des Jahresurlaubs fordert. Ab dem 19. September 2009 gibt es zum ersten mal die "Silberne Woche", in der fünf aufeinanderfolgende Tage nach gesetzlichen Bestimmungen arbeitsfrei sind. Man hofft, dass die Japaner diese Zeit zum reisen im eigenen Land nutzen.

Krise: Kawaii (niedlich, süß), in besseren Zeiten der erstrebenswerte Zustand japanischer Frauen, erlebt gerade einen Wandel. Frau möchte professioneller und ernsthafter wirken und verändert ihre Kleidung und ihr Make-up in eine erwachsenere Form. Bisher sperrten sich die Japanerinnen dagegen, zur "älteren Schwester" aufzusteigen: Sie wollten ewig "kawaii" sein, niedlich, süß und jung. Doch zu der ernsten Lage im Wirtschaftsleben passt der Kleinmädchen-Look an der Mitarbeiterin eines großen Unternehmens nicht mehr. Japanerinnen suchen nun eher einen erwachsenen Look, mit einigen niedlichen Details. Einen Namen hat dieser neue Stil natürlich auch: adult-kawaii

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Newsletter 01/09
Moderne japanische Kunst

Beim Gedanken an Japan fallen uns meist die alten Künste und kulturellen Errungenschaften ein. Darüber hinaus gibt es aber heute auch eine sehr erfolgreiche und aktive Kunstszene, die nicht nur die japanische Kultur beeinflusst.

Interessante Themen, das aktuelle japanische Geschehen betreffend, sind folgende:

Gesundheitsvorsorge: Japan ergreift drastische Maßnahmen gegen Übergewicht. Seit April 2008 ist es in allen Großbetrieben und Kommunen Japans Pflicht, einen Gesundheitstest durchzuführen. Knapp die Hälfte der Bevölkerung muss sich einmal im Jahr medizinisch testen lassen. Dabei wird beispielsweise der Bauchumfang gemessen: bei Männern sind 85cm die Grenze und bei Frauen 90cm (dies ist weniger als man denkt). Kommunen und Unternehmen wird mit Sanktionen gedroht: sind die Getesteten zu dick, müssen die Betriebe empfindlich höhere Abgaben an die Krankenkasse leisten. Die Regierung versucht mit diesem Gesetz, die Folgen der Fettleibigkeit sowohl für den Einzelnen als auch für die Allgemeinheit zu verringern.

Politik: Nach Amerika könnte es in diesem Jahr auch in Japan zu einem historischen Machtwechsel kommen. Erstmals gibt es Umfrageergebnisse, die darauf hinweisen, dass die Demokratische Partei Japans DPJ eine Chance hat, die seit fast 50 Jahren regierende LDP zu besiegen. Der amtierende Ministerpräsident der Regierungspartei LDP Taro Aso erreicht nur noch eine Zustimmungsquote von 19%. Sein konzeptloses Verhalten angesichts der Wirtschaftskrise erscheint den meisten Japanern schlicht als Katastrophe. Im September wird das Unterhaus neu gewählt und Beobachter rechnen mit einem Sieg der Opposition.

Alltag: In Japan gibt es viele praktische Einrichtungen, die den westlichen Besucher in Erstaunen und Begeisterung versetzen. Eine davon sind die "Konbini" genannten Läden, die rund um die Uhr geöffnet sind und von denen man sich statistisch betrachtet nie weiter als vier Gehminuten entfernt befindet. Man bekommt hier von Lebensmitteln bis zu Strümpfen alles für den täglichen Bedarf. Daneben kann man Geld abheben (wichtig für Reisen nach Japan: bei der Kette "7Eleven" auch mit der deutschen EC-Karte mit maestro Zeichen), Konzertkarten kaufen, Pakete aufgeben, Rechnungen bezahlen, Kopien machen, das Handy aufladen. All dies auch morgens um fünf Uhr, wenn einem danach ist.

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Newsletter 02/08
Nonverbale Kommunikation / Maru Batsu

Dieser Newsletter beschäftigt sich mit dem Thema nonverbale Kommunikation, die in Japan oft Anlass zu Missverständnissen gibt. Gerade in der von Zurückhaltung geprägten Kommunikation der Japaner kann es von großem Vorteil sein, einige Gesten zu kennen.

Interessante Themen, das aktuelle japanische Geschehen betreffend, sind folgende:

Klimaschutz: In Japan war der Sommer sehr heiß und die cool-biz Kampagne war wieder in aller Munde. Seit 2005 gibt es diese Kampagne zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Für die Zeit vom 1. Juni bis 30. September gilt die Empfehlung, die Klimaanlagen in den Büroräumen nicht unter 28°C einzustellen. Dafür wird den Berufstätigen erlaubt, ohne Jacke und Krawatte zur Arbeit zu erscheinen. Die Klimadebatte wird auch an anderer Stelle hart geführt. Man überlegt, Supermärkte früher zu schließen, Restaurants sollen ihre Werbeschilder nachts ausschalten, selbst Krankenhäuser sollen Energie sparen. Ab dem 1. Oktober startet dann wieder die warm-biz Kampagne.

Politik: Am 22.September hat die japanische Regierungspartei LDP Taro Aso als neuen Vorsitzenden gewählt. Er ist damit auch Nachfolger für Ministerpräsident Fukuda, der wie sein Vorgänger nach nur einem Jahr Amtszeit zurückgetreten ist. Aso ist Christ, eine Seltenheit im shintoistisch-buddhistischen Japan. Seine Familie gehört seit vier Generationen der Kirche an.

Moderne Medien: Was japanische Handynutzer mit ihrem Handy am seltensten machen, ist telefonieren. Statt dessen sehen sie fern, oder kaufen virtuell ein, z.B. 2006 Waren für 1,6 Milliarden Euro, Tendenz steigend. Extrem beliebt sind heute Handyromane, die man sich für 1-10 Euro pro Roman auf das Handy lädt und dann häppchenweise liest. Von zehn Buchbestsellern startet heute etwa die Hälfte als Handyroman. Die Voraussetzungen dafür sind hervorragend, denn 80% der Japaner besitzen ein Handy, fast alle mit Internetzugang. Außerdem verfügen die modernen Handys über große Displays, die das Lesen und Surfen erleichtern.

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Newsletter 01/08
Wochentage/Rokuyoo

In Japan ist der 1. Januar der wichtigste Feiertag im Jahr. Aber auch alle anderen Tage stehen unter einem mehr oder weniger guten Stern.
Der vorliegende Newsletter hat das Thema Wochentage. Japaner sind der festen Überzeugung, dass es gute Tage für wichtige Entscheidungen gibt und Tage, an denen man diese besser aufschiebt, weil sie nach dem Sechtagemondkalender Unglück verheißen. Dies kann manchmal eine einfache Erklärung bei zögerlichen Terminabsprachen für Geschäftsreisen oder bei wichtigen Sitzungen sein.

Interessante Themen, das aktuelle japanische Geschehen betreffend, sind zur Zeit folgende:

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Newsletter 02/06
Hanami

Dieser Newsletter hat das Thema Hanami, das Begrüßen des Frühlings unter Kirschbäumen. Der Winter war dieses Jahr auch in Japan besonders streng und lang und so freuen sich die Menschen um so mehr auf das wichtige und traditionsreiche Fest des Hanami. Ab dem 25. März meldeten die Nachrichten in Tokio den Beginn des Kirschblüte, die sich nun nach Norden weiter bewegt.

Interessante Themen, das aktuelle japanische Geschehen betreffend, sind zur Zeit folgende:

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Newsletter 01/06
Ukiyoe (Holzschnitte)

Dieser Newsletter beschäftigt sich mit Ukiyoue, japansichen Bildern, die aus Holzschnitten entstehen. Es ist für uns Deutsche immer wieder bemerkenswert, wie sehr sich Japaner neben all den neuesten technischen Errungenschaften ihrer Traditionen bewusst sind und sie mit Stolz pflegen. Dinge mit alten Holzschnittmotiven werden gerne gekauft und benutzt, wie auch die Ausstellungen der alten Holzschnittkünstler regen Zulauf haben.

Zur Zeit sind vor allem die politischen Parallelen zwischen Deutschland und Japan interessant. Wie Gerhard Schröder hat sich auch Japans Premierminister Junichiro Koizumi zu vorgezogenen Wahlen entschlossen. Den Ausschlag dafür gaben hier wie dort die Verzögerung dringender Sozial- und Wirtschaftsreformen. Allerdings gaben die japanischen Wähler ein klares Votum für Herrn Koizumi und seine Reformen. Beobachter sind der Meinung, dass den Japanern der Arbeitsplatz, auch unter wesentlich schlechteren Bedingungen, wichtiger ist als der Erhalt ihres Wohlstands. Japan scheint die Globalisierung immer deutlicher als Chance zu sehen und die Wähler waren sogar bereit, gegen ihre persönlichen Interessen zu wählen.

Der Erfolg gibt den Reformern recht: die Arbeitslosenzahlen sind so niedrig wie lange nicht, Firmen wie Toyota und Honda stellen vermehrt Leute ein und unter dem Schlagwort "Kokunai Kaiki - Rückkehr ins Inland" holen Firmen wie Canon Teile ihrer Produktion aus China nach Japan zurück. Den Japanern scheint es auch in der Wirtschaft zunehmend zu gelingen, alte Werte mit neuen Marktgesetzen zu verbinden. Einerseits wechselseitige Treue zwischen Unternehmensführern und Beschäftigten, aber andererseits moderne Führungsinstrumente wie Beförderung durch Leistungsprinzip, dort wo es nötig erscheint.

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Newsletter 01/05
Washi

Zwei Themen sind bei den Deutsch-Japanischen Beziehungen im Moment in aller Munde: das Deutschlandjahr in Japan und der damit in Verbindung stehende Deutsche Pavillon bei der Weltausstellung EXPO 2005 in Aichi, 25.3.bis 25.9., die das Motto "Weisheit der Natur"trägt.

Aus diesem aktuellen Anlass ist das Thema dieses Newsletters das Naturprodukt "Washi-Japanpapier". Papier fasziniert die Japaner sehr und so war beispielsweise der japanische Pavillon bei der Expo in Hannover im Jahre 2000 aus diesem vielseitigen Werkstoff gebaut.

Bei meinem letzten Besuch in Japan im April war das Deutschlandjahr bereits eröffnet und in den Bahnlinien warben Poster mit der "Maus" als Maskottchen, die neugierig auf Deutschland machen sollen. Andere europäische Länder wie Frankreich, Italien und England gelten bei jungen Japanern eher als angesagte Trendsetter als Deutschland. Veranstaltungen aus allen Bereichen deutschen Lebens sollen dies ändern: z.B. Volkstanzgruppen, Weinproben, Feinschmeckerwochen, eine Messe mit deutschen Produkten, Clubnächte mit deutschen Disc- und Videojockeys.

Die deutsche Wirtschaft kennt diese Akzeptanzprobleme im Land der aufgehenden Sonne nicht. Die Exporte leiden nicht unter dem Imageverlust. Nach Rückgängen in den Jahren 2002 und 2003 konnten im vergangenen Jahr die traditionellen deutschen Domänen wie z.B. die Autoindustrie wieder etwa 10 Prozent mehr in Japan absetzen.

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Newsletter 03/04
Hachiko

Das Thema dieses Newsletters ist der Hund "Hachiko", mit dessen Namen die Japaner die Werte Treue, Verlässlichkeit, Beharrlichkeit verbinden.

In meinen Trainings nehmen die japanischen Werte einen wichtigen Stellenwert ein und ich werde oft gefragt, inwieweit westliche Einflüsse die japanische Gesellschaft verändern. Wie alle modernen Gesellschaften verändert sich die japanische sehr rasch, aber dennoch schafft es die japanische Kultur, Formen wie beispielsweise das Nô-Theater seit Hunderten von Jahren von modernen Strömungen total fern zu halten. Das wäre so, als ob es in Deutschland in vielen Städten eigens Theater für Minnesang gäbe, wo althochdeutsche Lieder in unveränderter Kulisse und nach den strengen Regeln des Mittelalters vorgetragen würden und Zuschauer bereit wären, viel Geld für diesen Kunstgenuss zu zahlen.

Ebenso halten die Japaner an vielen alten Werten aus den langen Zeiten der totalen Abgeschlossenheit fest, soweit es unsere globalisierte Welt erlaubt. Dabei sollte man auch nicht aus den Augen verlieren, dass Tokyo sowenig Japan ist wie Berlin Deutschland.

Falls Sie einmal in Tokyo sind und sich dort mit jemandem treffen möchten, ist die Chance groß, dass Ihnen "Hachiko" im Stadtteil Shibuya als Treffpunkt vorgeschlagen wird. Dort ist immer viel los und für jeden Geschmack finden sich Restaurants, Kneipen, Cafés und natürlich Hachikos Denkmal. Viel Spaß dort!

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Newsletter 02/04
O-Cha (Japanischer Grüner Tee)

Grüner Tee wird in Japan immer und überall getrunken, auch bei geschäftlichen Terminen. Seit einigen Jahren erfreut sich grüner Tee in Deutschland großer Beliebtheit. Leider hat der Tee, den man hier als japanischen kauft, oft wenig mit dem zu tun, den man in Japan schätzt.

Bei meinen interkulturellen Seminaren mache ich zu Beginn meist eine kleine "Teezeremonie", um die Teilnehmer auch durch die Sinne auf die neue Kultur vorzubereiten und immer höre ich ein überraschtes "Hmm, der schmeckt aber gut."

Japanischer Tee kann leicht bitter schmecken, aber bei der richtigen Zubereitung hat er einen milden und angenehmen Geschmack. Achten Sie darauf, dass das Wasser nach dem Kochen etwas abkühlt und lassen Sie den Tee nicht lange ziehen. Beginnen Sie gleich mit einem leichten Schwenken der Kanne und gießen Sie bereits nach einigen Sekunden den Tee nach und nach, unterbrochen von wiederholtem Schwenken der Kanne, aus. Der Tee darf nicht länger als eine bis zwei Minuten ziehen.

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Newsletter 01/04
Onsen (Heiße Quellen)

In der deutschen Freizeitindustrie ist das neue Zauberwort Wellness. In Japan kennt man die Kunst des Entspannens und des Kräftetankens schon viele hundert Jahre: das Baden in heißen Mineralquellen. Bei der Bedeutung des Badens gehen unsere Kulturen aber weit auseinander, wo bei uns das Wohlgefühl im Vordergrund steht, geht es Japanern um die Erneuerung der Kräfte und Reinigung der Seele.

Auch an normalen Arbeitstagen ist das Bad am Abend in der eigenen Badewanne fast unerlässlich. Dies ist ein wichtiger Punkt, wenn man Besuch aus Japan bekommt. Bei der Hotelbuchung sollte man unbedingt darauf achten, dass das Zimmer über eine Badewanne verfügt, da sich die meisten Japaner ohne ein tägliches Bad sehr unwohl fühlen.
Das Wissen über solche Unterschiede ist sehr wichtig und natürlich auch Bestandteil meiner interkulturellen Seminare.

Wenn Japaner in einem Onsenhotel übernachten, kaufen sie gerne Mitbringsel für Freunde und Familie. Oft sind dies typische Süßigkeiten aus der Region, aber auch Badezusätze sind sehr beliebt.

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Newsletter 03/03
Go En (Fünf Yen)

Thema dieses Hikaru-Newsletter ist das japanische Geld, da die japanische Wirtschaft und der Yen alle geschäftlichen Kontakte mit Japan sehr mitbestimmen.

Japan ist teuer. Alle, die in Japan zu tun haben, wissen dies.
Allerdings beträgt die Mehrwertsteuer in Japan zurzeit nur 5%. Und es gibt noch eine gute Nachricht: auch wenn Sie sich mal mit dem fremden Geld vertun sollten, weil sich der 5.000 und der 10.000 Yen-Schein recht ähnlich sind, das Risiko betrogen zu werden ist minimal!

Das Geld und der Umgang damit ist auch Teil unserer Kulturen. In Japan verschenkt man oft Geld, z. B. bei Hochzeiten und sogar bei Beerdigungen. Dabei wird das Geld in einen Umschlag gelegt, die Adresse des Schenkenden und der gegebene Betrag säuberlich auf dem Umschlag festgehalten.
Wenn möglich wird Geld auch sonst gerne in einem Umschlag übergeben. Bargeld wird in Japan noch immer als etwas Unreines empfunden.

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Newsletter 02/03
Hashi (Essstäbchen)

Für viele Ausländer in Japan ein Problem, aber mit ein wenig Übung kann man bald sehr gut damit umgehen und erkennt schnell, dass sie viel praktischer sind, als man denkt.
Das Essen und alles, was damit zusammenhängt ist ein sehr wichtiger Teil der Kulturen. In Japan geht man sehr respektvoll mit allem um, was mit Essen zu tun hat. Entsprechend ist es sehr wichtig, einige Benimmregeln zu kennen, um Japaner nicht zu brüskieren und um sich selbst nicht in unangenehmen Situationen wieder zu finden.

In meinen Seminaren werden neben vielen Themen, die interkulturelle Kompetenz betreffend, auch solche täglich auftretenden Fallstricke besprochen. Beim gemeinsamen Mittagessen wird dann praktisch geübt, wie man sich in Japan beim Essen und Trinken angemessen verhält, welche Themen sich zum Gespräch eignen, wer bezahlt, wie bezahlt wird und vieles mehr.

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Newsletter 01/03
Origami (Papierfalten)

Das Thema meines aktuellen Newsletter ist das Falten von Papier - Origami.
Vor allem Kinder in Japan, aber auch in weiten Teilen der Welt begeistern sich hierfür. Origami ist ein Beispiel für ein kleines Stück japanischer Kultur, das auch uns gut bekannt ist. Bei meinen Seminaren für Kinder und Jugendliche werden solche Kulturbausteine miteinbezogen, um den Teilnehmern Lust zu machen auf das Neue, das manchmal gar nicht so anders ist.

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Newsletter 02/02
Nihongo (Die Japanische Sprache)

Das Herbstthema des Hikaru-Newsletters ist die japanische Sprache, da sie für viele Geschäftskontakte eine ernstzunehmende Barriere darstellt.
Mitunter scheitern Entsendungswünsche nach Japan an der Sorge, mit einer "unlernbaren" Sprache konfrontiert zu werden.
Um diesem Problem bereits im Vorfeld zu begegnen, biete ich neben meinen interkulturellen Vorbereitungsseminaren für Vertragsangestellte und deren Familien auch Sprachkurse Japanisch für Deutsche und Deutsch für Japaner an. Auch als Bestandteil der Seminare ist ein Sprachtraining möglich.

Nicht nur für ausreisende Angestellte ist ein Einblick in die japanische Sprache hilfreich, da die Sprache sehr eng mit der Kultur verbunden ist. Auch Mitarbeiter, die von Deutschland aus mit japanischen Geschäftspartnern zusammenarbeiten, profitieren hiervon.

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Newsletter 01/02
Hanabi (Feuerwerk)

Im Sommer-Newsletter wird Ihnen eine Besonderheit des japanischen Sommers vorgestellt, das Hanabi(Feuerwerk).
Nicht nur für die Japaner, auch für alle in Japan lebenden Expatriates und Touristen ist dies ein ganz besonderes Ereignis, das einen festen Bestandteil des japanischen Kalenders darstellt.
Planen Sie den Besuch eines Feuerwerkes nach einem heißen Sommertag bei Ihrem nächsten Japanaufenthalt mit ein: es lohnt sich!

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