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Newsletter 01/2004

Für Körper und Seele

Onsen - heiße Quellen
Onsen

Heiße Quellen

"Es gibt nur eine Krankheit, die selbst die Bäder von Kusatsu nicht heilen können und das ist die Liebe."
(japanisches Sprichwort) 

Aber ansonsten wird das heiße Wasser der Onsen unterstützend eingesetzt bei Rheuma, Magenproblemen, hohem Blutdruck, Allergien …
Auch wenn man gar nicht krank ist, ist das Entspannen im 42°C heißen Wasser und das Genießen der Aussicht in einem schönen Außenbecken mit einem Holzbecher voller Sake in der Hand ein Genuss.  

Heiße Vulkanquellen

Japaner jeden Alters lieben ihre heißen Vulkanquellen, von denen es etwa 27.000 im ganzen Land gibt, schon Kleinkinder werden von ihren Müttern mitgenommen. Zunächst wird der Körper im Duschraum gründlich gereinigt und dann taucht man ein in das wohltuende Mineralwasser. Für Japaner hat dieses Eintauchen den Zweck, sich von seelischem und körperlichem Stress zu befreien.
Bereits im 8. Jahrhundert gab es rituelle Reinigungen am Kaiserhof und man glaubt bis heute daran, dass Wasser böse Geister verjagt und die Seele reinigt. Vor dem Betreten eines Shinto-Schreins reinigt man sich auch heutzutage Mund und Hände mit Wasser.

In Badeorten liegen in den Hotels leichte Bademäntel aus, in denen die Japaner dann ihren gesamten Wochenendaufenthalt verbringen. Sie verlassen auch das Hotel für kleine Ortsbummel in diesen "Yukata" und  man kann am Design genau erkennen, wer in welchem Hotel wohnt.
Das Reinigen vor dem Bad geschieht auf niedrigen Holzhockern und mancherorts gibt es statt Handduschen nur kleine Holzkübel, mit denen man das Wasser über sich gießt. Japaner seifen sich dann ab, bis der Schaum fliegt und aus dem Augenwinkel schauen sie, ob wir Ausländer auch so reinlich sind.

Es gibt wenig, was typischer für Japan ist als die uralte Tradition des Badens und wenn man sich mit einem erleichterten "ii oyuu desu" –"gutes heißes Wasser" ins Becken gleiten lässt, ist man angekommen im alten und neuen Japan.